Kathy Sollmann

Kathy Sollmann

Pädagogischer Coach

7 Punkte um Hausaufgaben harmonisch zu lösen

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Hallo und herzlich willkommen.
Es freut mich, dass Sie meine Seite gefunden haben und sich auf die Suche machen, nach Lösungen. Super, denn es geht darum, Wege zu finden, statt Gründe und Schuldige zu suchen.
85% aller Familien beklagen laut einer Studie Schwierigkeiten beim Thema Hausaufgaben. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Zeitmangel, Überforderung bis zu Verständnislosigkeit etc. Im Grunde sollen Hausaufgaben lediglich dazu dienen, das erarbeitete Gebiet zu wiederholen und damit bestenfalls zu verstehen und zu üben.

Leider weiß ich aus eigener Erfahrung, aus meiner Schulzeit, durch meine Töchter, meine Praxis und aus der Sicht als Pädagogin, dass dies oft nicht der Fall ist und genau das führt sehr häufig zu Problemen. Es ist wie es ist, unsere Bildung, unser Schulsystem, unsere Gesellschaft. Man kann seine wertvolle Lebenszeit damit verbringen Schuldige zu suchen oder zu finden. Letztenendes bringt es aber niemanden weiter und hält uns davon ab, viele glückliche gemeinsame Stunden miteinander zu verbringen und vor allem bringt es unseren Söhnen und Töchter nichts, im Gegenteil, sie lernen genau dieses Verhalten von uns.

Ich möchte Ihnen hier 7 Punkte nennen, deren Beachtung zur erheblichen Verbesserung der Situation zu Hause und in der Schule beitragen. 7 Punkte, die die Sicht und das Bewusstsein schärfen und sich in der Praxis bewährt haben.

Fokus auf das, was gelingt!
Meine Erfahrungen aus meiner Praxis zeigen, dass viele junge Menschen, die Hausaufgaben häufig als Belastung empfinden, weil sie keinen Sinn und keinen Mehrwert darin sehen. Sie machen leider nur selten die Erfahrung, dass sie durch die Hausaufgaben Zusammenhänge verstehen und wirklich geübter werden. In ihren Augen ist es häufig Zeitverschwendung. Zeit, die ihnen fehlt, für die Dinge, die sie wirklich interessieren. Leider kann auch ich die Aufträge nicht ändern die verteilt werden, deshalb empfehle ich den jungen Menschen eine andere Sichtweise auf die Dinge, die wir nun einmal noch nicht ändern können. Wenn junge Menschen mindestens eine Sache finden, die sie gern machen, Ziele haben, die sie unbedingt erreichen wollen, hat es sich bewährt, sich diese immer wieder bewusst zu machen, zu visualisieren, zu fühlen und Hausaufgaben so qualitativ und schnell wie möglich hinter sich zu bringen, um das zu tun, was Freude, Begeisterung schafft. Diese Haltung hat den Nebeneffekt, dass man ins TUN kommt und dass das Gehirn sich stets auf etwas Positives konzentriert und frei zum “Lernen” ist.

Mädchen lernen anders als Jungs
Es ist wichtig zu wissen, dass Mädchen völlig anders lernen als Jungs. Mädchen entwickeln beisipelsweise zuerst die Feinmotorik und brauchen mehr Beachtung zur Selbstwertentwicklung von außen. Jungs hingegen, entwickeln 40% mehr Musklemasse, die sich nicht so einfach koordinieren lässt. Deshalb entwickeln sie die Feinmotorik erst um die Pubertät herum. Es macht also wenig Sinn für Jungs, Feinschrift etc. bis zum Abwinken zu üben und sich als Eltern oder Pädagogen darüber aufzuregen, dass es nicht besser wird. Jungs müssen sich gegenseitig messen. Sie suchen regelrecht den körperlichen Vergleich. Sie entwickeln ihren Selbstwert darüber. Wenn das nicht möglich ist, weil permanent jemand an der Seite steht, der sie vor Konflikten bewahrt und eingreift, nimmt man ihnen damit ihre Selbstwertentwicklung und die Chance zu lernen.

in 2-4er Gruppen arbeiten
Menschen lernen grundsätzlich besser voneinander und miteinander. Es ist unnatürlich allein zu Hause zu sitzen und zu lernen. Haben sie je ihre Kinder ins Zimmer geschickt, um besser zu Greifen zu lernen, Sprechen zu üben oder zu Laufen? Junge Menschen beobachten und wollen wissen, sofern sie es benötigen und einen Sinn darin entdecken. Sie lernen Greifen, weil sie etwas haben möchten, das sie interessiert. Sie lernen sprechen, weil sie wollen, dass wir sie besser verstehen. Sie lernen Laufen, weil sie dabei sein wollen. Es hat sich bewährt, gemeinsam in Minigruppen, schnell und gut Hausaufgaben zu machen, um hinterher miteinander spielen zu können. Das hat mehrere sehr positive Nebeneffekte. Die Kids lernen Sozialverhalten, sich zu strukturieren, Zeiteinteilung und haben zudem den Kopf frei zum Lernen, weil sie in Erwartung auf etwas Positiveres sind. Natürlich kann das hier und dann auch zu Konflikten führen, aber die sind wichtig, denn das sind genau die Konflikte, die wir als Erwachsene liebevoll begleiten können und sollten.

Überblick, Struktur, Zeitlimit
Häufig entstehen Probleme, weil Eltern wie Kinder sich überfordert fühlen mit den Aufgabenstellungen und dem Umfang der Arbeit. Sie wissen schlichtweg nicht, wo sie am besten beginnen sollen oder sehen kein Ende. Das ist sehr frustrierend. Immer wieder erlebe ich das in meiner Praxis, auch durch den neuen Computergestützten Unterricht, Aufgaben ohne Ende. Alleingelassen!
Kennen sie das von sich selbst? Wie gehen sie mit Aufgaben um, die schier unendlich erscheinen? Inhalte für Proben und Schulaufgaben, die wie eine unendliche Geschichte wirken. Hier ist es wichtig für eine Übersicht zu sorgen und eins nach dem anderen abzuhaken. erarbeiten sie mit ihren Kindern eine Struktur zum Abarbeiten. Durch kleine Etappen schaffen sie kleine Erfolge die sie feiern, würdigen sollten. Machen sie sich bewusst, wie wertvoll es ist, Ziele zu erreichen. Das schafft Selbstvertrauen. Erst brauchen die jungen Menschen unsere liebevolle Anleitung, später schaffen sie es durch eine qualitatove Vorarbeit leicht selbst, können planen, organisieren, strukturieren und sich die Zeit einteilen. Es ist wichtig, besonders bei jüngeren Kindern, die noch kein ausgeprägtes Zeitempfinden haben, kurze 10 bis max. 20 min. Phasen zu setzen und insgesamt nicht mehr als 1 – max.1,5h täglich mit Hausaufgaben zu verbringen, auch wenn nicht alles erledigt ist. Halten sie ihren Kindern den Rücken frei, machen sie sich liebevoll stark für sie, am besten ohne Kampf. Eine liebevolle Mitteilung an den Lehrer mit dem Hinweis, “dass die Arbeit leider noch nicht in 1,5h erledigt werden konnte, sie arbeiten gemeinsam an einer besseren Zeiteinteilung.”
Spielen ist für alle Kinder essentiell. Die Balance zwischen Spielen und Arbeiten bewirkt Leichtigkeit. Manchmal sind Kinder auch einfach noch nicht reif für bestimmte Themen, weil sie mit völlig anderen Dingen beschäftigt sind. Zwang wird niemals zu einer guten Lösung führen, nur zu Kampf, Widerstand und Blockaden. Wenn Menschen reif sind für ein Thema, können sie in unglaublicher Geschwindigkeit Inhalte nachholen. Das erlebe ich in meiner Praxis immer wieder.

Ziel, Motivation klären
Es ist wichtig, dass wir wissen, wofür wir etwas tun. Jeder braucht das und erst recht unsere Söhne und Töchter. Menschen brauchen Ziele, auch junge Menschen. Wir werden zu 98,8% von unserem Unterbewusstsein gelenkt, wenn dort keine Ziele vorhanden sind und kein fester Rahmen aus Werten besteht, der uns Sicherheit gibt, herrscht Chaos. Das führt dazu, sich treiben zu lassen und nur zu reagieren, wenn es bedrohlich wird, wenn uns die Angst überkommt. Ist das der Fall, lässt sich leider auch schlecht handeln, weil die Angst unser Handlungsareal im Gehirn blockiert. Deshalb ist es auch schon für junge Menschen wichtig zu wissen, wofür sie etwas tun. Wenn sie nicht verstehen, wofür sie Zahlen und Berechnungen brauchen, können sie maximal auswendig lernen, mit Verstehen und Anwenden hat das jedoch nichts zu tun und es führt füher oder später zu Schwierigkeiten. Praxisanwendung ist das beste was passieren kann. Etwas tun und einen Pressebericht, eine Instagram Nachricht oder ähnliches schreiben hilft, um formulien und schreiben zu üben. Etwas herstellen, messen, wiegen, berechnen etc. hilft, Mathematik, Einheiten, Zahlen zu benutzen, anzuwenden. Lernen beim Tun.

Routine und Qualität
Um etwas gut zu Können, brauchen wir Routine. Jungen Menschen gibt es das Gefühl von Halt, Sicherheit und Geborgenheit, wenn wir bestimmte Dinge immer gleich machen. Hausaufgaben, der Zeitpunkt und die Länge der Hausaufgaben geben ihnen nicht nur in ihrem Tagesrhythmus Orientierung. Sie lernen sich dadurch auch zeitlich zu orientieren und zu strukturieren. Finden sie heraus, wann es für ihr Kind am besten ist Hausaufgaben zu machen. Nicht jeder kann direkt nach der Schule oder gleich nach dem Essen weiterarbeiten. Es gibt viele junge Menschen, die lernen am besten vor dem Abendessen bzw. zwischen 18:00 und 19:30 Uhr gut. Am besten dann vor dem Essen, falls sie so spät essen, denn sonst fließt zu viel Energie in die Verdauung und das Gehirn wird nicht ausreichend mit Blut versorgt. Zum Esssen sei erwähnt, dass es grundsätzlich ratsam ist, nach 19:00 Uhr nichts mehr zu essen, damit der Körper während der Nacht Erholung hat und nicht mit der Verdauung beschäftigt ist und auch fettes, stark eiweißhaltiges Essen sollte am Abend vermieden werden.
Wichtig ist nicht wie lange wir etwas tun, sondern wie oft und in welcher Qualität. Langzeitstudien haben bestätigt, dass selbst mentales Training, das mit hoher Qualität, also Genauigkeit, durchgeführt wurde zu weitaus mehr Erfolg geführt hat, als stundenlange schlampige Praxis. Konstruieren, Begreifen, Erfassen führt zum Verstehen, und das führt zum Rekonstruieren, Wiedergeben. Wer etwas so wiedergeben kann, dass ein Fachfremder es versteht, hat selbst ausreichend die Zusammenhänge verstanden und kann sie in aller Regel auch anweden. Es gilt also die Aufmerksamkeit dem Erfassen und Begreifen zu widmen. Langsam und genau führt 100x schneller zu Geschwindigkeit und damit zum Erfolg. Niemals umgekehrt!

Konflikte, Loyalitätskonflikte
Widerstand bedeutet immer Kampf und Krampf. Das ist ein Naturgesetz, das kein Mensch aushebeln kann. Im Widerstand ist es für jeden schwer, sich zu bilden, zu reifen, zu wachsen. Bildung beruht auf Beziehung und Motivation und muss zwingend frei sein von Konflikten, um zu gelingen.
Jede Art von Konflikt kann diesen Prozess stören. Wir als Eltern spielen dabei die wichtigste Rolle. Grundsätzlich bin ich ein Befürworter, junge Menschen nicht in Watte zu packen und sie lieber in Konfliktsituationen zu begleiten, statt ihnen alle Konflikte bereits im Ansatz aus dem Weg zu räumen. Doch wenn es um Schule geht, sind wir Eltern leider oft die, die viele Konflikte erst durch unser Denken, unsere Sichtweise, unser Handeln erzeugen.
So wie wir die Dinge sehen, wie es sich für uns anfühlt, prägt unsere Denkweise und Haltung, unsere Söhne und Töchter. Dessen sollten wir uns zu jedem Zeitpunkt bewusst sein.
Mögen wir einen Lehrer, die Schulleitung, das Thema Hausaufgaben, bestimmte Fächer etc. nicht und debattieren das immer wieder, verursacht das in unseren Söhnen und Töchtern einen Loyalitätskonflikt und so passen sie sich unbewusst unserer Meinung an, weil sie auf uns und unsere Liebe angewiesen sind.
Vermeiden Sie deshalb von Haus aus, jede Art von Meinung zum Thema Schule, solange Schule, Prüfungen und Hausaufgaben für ihre Söhne und Töchter notwendig sind. Schauen Sie stattdessen auf sich und beobachten sie genau, was die Situation mit ihnen selbst macht und ob ihnen und ihren Liebsten diese Denkweise dienlich ist, um ein harmonisches, ausgeglichenes Familienleben zu führen. Schauen sie, was sie brauchen, um in ihrer Mitte zu bleiben.
Was bringt es Ihnen, sich gegen einen Lehrer, gegen ein System zu stellen? Diese Art von Loyalitätskonflikten hemmt jede Bildung, immer. Bevor Bildung möglich ist, muss es frei sein von Stress und Konflikten. Alles andere ist mit Widerstad, Kraft, Kampf verbunden und führt immer zu Problemen. Selbst wenn sie tausendmal Recht haben und Dinge, themen etc. unfair sind, schauen sie, wie sie gut damit umgehen können und das Beste aus der Situation machen. Vermeiden sie Loyalitätskonflikte im Bezug auf Bildung.

Wer es schafft, diese 7 Punkte widerstandsfrei immer besser zu berücksichtigen, wird den Erfolg auf allen Ebenen spüren, in der Partnerschaft, im Familienleben, in der Gesundheit, im Beruf, in den Finanzen. Ich weiß, dass das genau eine lebenslange Aufgabe und Ent-wicklung ist. Mein vater pflegt zu sagen, “das ist das Leben”. Es ist ein Naturgesetz, denn “wie man sich bettet, so schläft man”, was sie geben, erhalten sie zurück, immer, auf vielfältige Art und Weise.

Sofern sie Fragen, Anregungen, Wünsche haben, lassen sie es mich wissen. Gern bin ich Ihnen auch bei der Umsetzung im Alltag, nach dem Motto: “Hilf mir es selbst zu tun”, behilflich. Es beginnt immer mit dem ersten Schritt und dem Mut ihn zu wagen.

Alles ist möglich! Alles Liebe, kathy Sollmann – Pädagogischer Coach

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