Veränderung durch Perspektivwechsel ?!

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Perspektivwechsel:
Veränderung kann allein schon durch Perspektivwechsel geschehen.
Jeder kennt das, eingefahrene Muster, immer wiederkehrende Probleme. Wie werden wir sie los? Wir haben doch schon soooo viel probiert? Warum geht es nicht weiter? Wieso bleiben wir stecken?
Oft hindert uns unsere eigene Bewertung, der Blick in die Vergangenheit, der Vergleich, das Einzelkämpfertum oder unser Widerstand daran, nicht vorwärts zu kommen. Wir stecken quasi in unserem eigenen Morast fest.

Was sehen Sie in diesem Bild? Die alte oder die junge Frau? Können Sie beide erkennen? Was passiert, wenn sie beide erkennen? Können Sie die Perspektiven beliebig ändern?
Sofern es Ihnen gelingt in diesem Bild beide Frauen zu erkennen, wird deutlich, dass eigentlich immer mindestens zwei Seiten vorhanden sind, zwei Wege, zwei Lösungen. So auch im normalen Leben. Nur weil wir es aus unserer Sicht gerade nicht erkennen können, heißt es nicht, dass es nicht da ist.

Was passiert im täglichen Leben, wenn wir es schaffen, nicht nur unsere Sicht wahrzunehmen, sondern auch die des Gegenübers einnehmen zu können, zu erkennen und zu fühlen, was er/sie denkt, sieht, fühlt, braucht?

Das, was dann entsteht, ist Achtsamkeit und Verständnis und darauf lässt sich eine gute Beziehung, Verbindung aufbauen, die es uns ermöglicht uns gegenseitig dabei zu begleiten unser Potential zu entfalten. 

Wenn Sie also Veränderung, zu bestimmten Themen, Gedanken, Handlungen finden möchten, ist es neben der Werte- und Zielvisualisierung wichtig, eine andere Perspektive einnehmen zu können. 

Wie schaffen wir aber einen Perspektivwechsel? Geht das auch einfach und schnell?

Ja, es geht einfach und schnell, sogar im Alltag, wenn unsere Motivation nach einer Veränderung groß genug, und es uns wert ist.

Beispiel:
Eine Familie hat mehrmals die Woche das Problem, dass es vor dem Schlafengehen zur Familienkrise, Eskalation kommt. Lösungen werden gefunden und ausprobiert, doch immer wieder,  zwar weniger häufig und weniger intensiv, passiert das Gleiche. Es ist zum Haare ausraufen.

Statt nun zu erkennen, dass bereits eine Änderung aktiv ist, und sich zu fragen, worin die Veränderung bereits besteht, weil die Situationen schon schneller gelöst werden und weniger intensiv sind, bewertet man seine eigene „Unfähigkeit“ und stellt sich damit selbst ins Abseits, sabotiert seinen ersten Erfolg und damit sich selbst.
Was tuen wir uns dabei an? Was lernen unsere Söhne/Töchter aus diesem Verhalten? Wozu führt die Erwartung, die wir in die Auflösung des unliebsamen Musters legen?

Zum einen ist der vermeintliche „Rückschlag“, der schon ein hartes Wort an sich ist, das wir da gegen uns selbst benutzen, nur ein Weg, vielleicht ein UM-weg, um zu erkennen, was wir noch verbessern dürfen, wo wir noch achtsamer sein können. Zum anderen ist es „nur“ eine Erinnerung an gewohnte Gefühle, die wir hinterfragen dürfen. Welches Bedürfnis versteckt sich hinter dem alten Gefühl? Ist das heute noch notwendig, realistisch?

 
So wie wir uns mit diesem Verhalten selbst sabotieren, lernen wir unseren Söhnen und Töchtern, wie wir mit Situationen, Problemen, Konflikten umgehen, unbewusst.
Hast du schon mal von deinen Kindern den Satz gehört, „Ich kann das nicht, ich schaff das nicht“ oder gespürt, wie sie selbst aufgegeben haben? Erkennst du deinen Spiegel? Niemand wurde als Eltern geboren! Aber es liegt in unserer Verantwortung, ob wir das wirklich weiter geben wollen oder es nicht an der zeit ist, unsere Wunden zu heilen und unseren Mangel zu beenden, damit wir ihn gar nicht erst weitergeben?
Das heißt nicht, wir sollen unsere Söhne und Töchter in Watte packen und vor allem beschützen. Nein, im Gegenteil. Wir übernehmen für uns Verantwortung, Achtsamkeit und Wertschätzung und sie können schon frühzeitig lernen das Gleiche für sich zu tun. Selbstwertschätzung, das hat auch gar nichts mit Egoismus zu tun.


Wozu führt die Erwartung daran, dass wir das Muster endlich loswerden wollen?
Sie führt direkt in die Enttäuschung, wenn es nicht oder nicht schnell genug gelingt und das löst in uns wieder einen Konflikt, Wut, Ärger, Trauer, Schmerz aus, den wir aus anderen Situationen kennen.  Und schon rennt die Negativspirale wieder!!!! Selbstsabotage!

Aus langjähriger Arbeit und Erfahrung weiß ich, dass so etwas am besten in Team-  bzw. in Partnerarbeit gelingt, über mindestens 6 Wochen, durch eine gewisse Routine, die 5 Tage die Woche, jeweils wenige Minuten, ganz bewusst, durchgeführt wird. Dabei können die Übungen unabhängig voneinander, auch alleine vollzogen werden. Kleine Übungen, um sich bewusst zu werden, sich zu bestärken, den Fokus über mind. 6 zu halten und natürliche Tiefen auf diesem Weg zu überwinden.
Sich darüber mit dem Partner, in einem Team auszutauschen, verstärkt die Übungen enorm und kann innerhalb von 6 Wochen zu unglaublichen nachhaltigen und anhaltenden Ergebnissen führen. Dabei wird das Bewusstsein und der Sprachgebrauch geschult. Die Bewertung wird nach und nach bewusst weglassen, Erwartungen werden immer wieder überprüft und immer besser erkannt, Situationen werden reflektiert und analysiert, welche anderen Möglichkeiten es noch gegeben hätte bzw. geben könnte, um zukünftige Situationen immer besser zu lösen.
Aktuell arbeite ich daran solch einen online Kurs für „Familien/Teams/Partnerschaft in Balance“ zu erstellen. Wenn Sie Interesse haben, als Testpaare ab ca. Ende Februar daran teilzunehmen, lassen Sie es mich bitte wissen.

Alles Liebe! Alles ist möglich, solange wir es uns vorstellen können!

Kathy Sollmann

Pädagogischer Coach